Algenflecken Fassade

Verfasst von: Jürgen Dieter

Dieses Argument ist in dieser Form ebenfalls nicht korrekt. Algenwachstum ist (übrigens auch an ungedämmten Fassaden) möglich, wenn die Wachstumsbedingungen optimal sind. Hierzu gehören beispielsweise:

  • eine hohe Feuchtigkeit an der Fassadenoberfläche,
  • möglichst ein geringes Austrocknungspotential der Oberfläche, infolge Verschattung der umgebenden Bäume und Sträucher,
  • eine hohe Feuchtebelastung (Lage in Gewässernähe)
  • Außenwand in Richtung der Wetterseite bzw. in Richtung Norden mit geringer Sonneneinstrahlung

Diese Faktoren können (nicht müssen!) das Wachstum von Algen und mikrobiellen Organismen begünstigen. In diesem Fall sind gedämmte Fassaden tendenziell auch stärker betroffen, da die äußeren Oberflächentemperaturen der Fassade niedriger sind (aufgrund des geringeren Wärmedurchgangs durch die Wand).

In diesem Fall sollten Gegenmaßnahmen für die betreffenden Wandbereiche getroffen werden. Manchmal hilft sogar einfach nur auf der Nord- oder Wetterseite ein etwas dunklerer Farbanstrich. Die Wärmestrahlung wird somit stärker absorbiert und die Austrocknung der Fassadenoberfläche beschleunigt. Alternativ könnte auch ein erhöhter Dachüberstand auf der Wetterseite als Schutz ausreichend sein.

Leider gibt es (noch) keine “Universallösung”. Es ist daher im Einzelfall genau zu planen, welche Risikofaktoren in welcher Form abgemindert werden können.